Auf Verfolgungsjagd in S’Anhalt

Auf der Bahnjagd zwischen Köthen und Könnern mit kraftvollen Dieselzügen.

Der Bahnhofsumbau von Köthen droht in einem halben Jahr und so fuhr der Trupp insgesamt zu viert mit dem Auto dorthin, um schon mal erste Formsignal-Aufnahmen zu bekommen. Das Wetter war zwar düster, aber der Tag in Sachsen ein Feiertag. Direkt nach unserer Ankunft bekamen wir diesen Zug, der sogar noch eine E-Lok am Haken hatte bei schönem Schneefall, der die triste Landschaft im Video doch verschönert, wie ich finde.

Auch nicht lange dauerte es, bis der erste Güterzug mit Russe sich blicken ließ. Die Bereitstellung sahen wir auch schon bei der Ankunft. Auf der anderen Seite kann man von er Brücke auch noch eine kilometerlange Gerade mit Formsignal direkt im Blickfeld umsetzen, was wir wie auch hier mit einigen Regionalzügen umgesetzt haben. WSSB-Bahnübergänge auf dieser Gerade befinden sich derzeit im Umbau.

Neben dem DB-Güterverkehr kann man hier auch regelmäßig Strabag antreffen, die an jenem Tag mit der Nohab-Lok gefahren sind. Uns gelang nur diese Aufnahme, obwohl diese Züge 3x täglich fahren, da die Könnern-Kohle aus dem Takt gefallen ist.

Das ist eine Güterzugleistung, die fest nur alle zwei Tage fährt, egal ob Sonn-/Feiertag/… Daher war an dem Tag nicht damit zu rechnen; dennoch kam der Zug uns in Köthen ums Eck. Da dieser Zug 2x wenden muss, nahmen wir die Verfolgung auf. In Baalberge bei der Ausfahrt nach der ersten Wende sowie hier in Könnern bei der zweiten Ausfahrt nach der zweiten Wende. Das ist die Sperrfahrt in den Anschluss bei Könnern, wo die Kohle hin muss.

Dort schließlich zweigt der Güterzug von der Strecke ab und wird von der werkseigenen V22 unterstützt – die blaue Lok, die hier noch zu sehen ist. Danach fuhren wir wieder nach Köthen, wo wir noch bei langsam einsetzender Dämmerung die Übergabe mit 2x Gravita bekamen. Es lohnte sich vom Licht her nicht mehr auf weiteres zu warten und so fuhren wir schlussendlich wieder zurück nach Dresden.Insgesamt fuhren wir mindestens 420 km und zahlten pro Person 14 € Sprit. Ein weiteres mal fahren wir bestimmt nach Köthen, um das Ganze auch mal bei Sonnenschein und hoffentlich auch mit Strabag Russe umzusetzen.

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