Einmal im hohen Bogen um Nossen

Für einen Sonderzug ging es nach Zeithain und zurück nach Dresden über Chemnitz wegen Verdacht auf Militärzug.

So langsam beginnt die Sonderzugzeit in Sachsen und so gab es heute den DPE 20055 von Chemnitz nach Berlin über Riesa. Dies war auch unser erstes Ziel - heute wieder mit Lukas unterwegs - doch vor Ort sahen wir, dass die Einfahrt sehr schattig und somit unschön aussieht, wie man bei dem Emons Güterzug sah; der Sonderzug fuhr zeitlich planmäßig dann auf dem linken Gleis ein.

Um uns damit nicht abfinden zu müssen, nahmen wir die MRB nach Zeithain. Leichte Panik kam auf, als wir vor dem Abzweig Dresden/Elsterwerda standen und uns sorgten, der Sonderzug würde uns auf dem Gegengleis überholen. Doch eine Signal-/Weichenstörung war zum Glück das Problem und so fuhren wir auf Befehl und Gegengleis in den Bahnhof ein, nachdem ein ungehobelter DreiPunktSecuritas Mitarbeiter verspätungsbedingt unangebrachte Bemerkungen gegenüber uns und der Zugbegleiterin äußerte. Das war mal wieder eine Unterstützung meiner Annahme, dass Mitarbeiter privater Sicherheitsdienste meinen sie wären was besseres und können sich erlauben derart aufzufallen - außer Dienst! In Zeithain angekommen, erspähten wir aus der Ferne eine Lok, die ich auch noch nie hatte: Die Wiener Lokalbahn 187 321 mit dem Bertschi Güterzug.

Nach einiger Wartezeit kam dann auch schließlich der erhoffte Sonderzug, der wie auch wir und der Bertschi auf dem Gegengleis durchfuhr, was für die Sichtbarkeit sehr gut war! Aufgrund der Temperatur knapp über 0°C nur, gegen die ich mich mit entsprechend vielen Schichten Kleidung wappnete, dampfte der Zug auch standesgemäß empor. Eine ursprünglich geplante historische Lok wurde jedoch von der für mich nicht minder uninteressanten 145 023 "Rügensche Bäderbahn" übernommen!

Wie auch unsere MRB zuvor, musste der Sonderzug für den nächsten Befehl auch kurz hinter Zeithain am nächsten Hauptsignal halten. Meine Chance! Ich konnte nochmal hinterher rennen und die Schublok nochmal schön festhalten. Kurz darauf ging es weiter; im Bahn-Beute Rückblick November 2018 werdet ihr dann hören, wie schwach die Lok den Zug anschub. Das beste Detail: Durch die Kurve waren beide Seiten des Zuges somit im Licht!

Es war 10:30 Uhr und mir war noch nicht danach direkt nach Dresden zurück zu fahren. In einem anderen Teil Sachsens - Marienberg - wurde unterdessen ein Militärzug entladen. Ich habe mir gedacht, dass dieser gegen frühen Nachmittag womöglich wieder zurück fährt. Also bin ich mit Lukas von Zeithain mit der MRB zurück Richtung Riesa und weiter bis Chemnitz gefahren. Derweil wurde klar, dass der Militärzug sich auf dem Rückweg macht. Mit der C-Bahn bin ich dann bis Chemnitz-Hilbersdorf gefahren, wo ich schließlich alleine nicht lange warten musste und der Polenrusse mit den leeren Militärwagen jedoch nur leise durchrollte. Wenige Minuten danach kam die RB30 nach Dresden und ich war nach nur 6 Stunden wieder in Dresden mit einer klasse Ausbeute. Sechs Stunden unterwegs - das ist vergleichsweise kurz; auf der Karte habe ich somit einmal großräumig Nossen umkreist quasi. Nun ja, jetzt hatte ich wenigstens Zeit diesen Beitrag zu verfassen :-)

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